Die Zeiten sind schlecht, nicht wahr?

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Bild: Gerd Altmann, Quelle: pixelio.de

Ach bitte, kommen Sie – wann waren sie das denn mal nicht?!

Ich selbst stamme aus einer Generation, die ihr Geisteswissenschaftsstudium begonnen hat, als es bereits in den Einführungsveranstaltungen hieß: “Einen Job zu finden, wird nicht leicht für euch!”

Hugh, die Unken hatten gesprochen.

Ein Blick in den Nähkasten verrät: Die Unken sind nie verschwunden. Nachfragen wildfremder Menschen häufen sich in diesen schweren, schweren Zeiten – “Kann man von deinem Beruf eigentlich leben?”

Ich antworte dann gern – mit rauchiger Stimme, tiefer Tonlage und so leise wie möglich: “Ich habe gehört, jeder könne das nicht.” Trüge ich regelmäßig Sonnenbrille, ich würde sie mir dann langsam die Nase hochschieben. Hätte ich eine Lockenmähne, ich würde sie lässig über die Schulter werfen. Besäße ich ein Pferd, ich ritte schließlich gemächlich in den Sonnenuntergang …

Mal ganz im Ernst gesprochen: Wie viel Häme liegt in diesem Artikel auf Süddeutsche.de, der den Niedergang der Werbebranche quasi genüsslich feiert? Ein Ex-Werber betreibt neuerdings eine Escort-Agentur? Schon recht dürftig, dies als Sinnbild einer ganzen – vermeintlich sterbenden – Zunft zu gebrauchen.

Noch einmal ganz im Ernst gesprochen: Ich applaudiere der Replik des Werbetexters und unterschreibe hiermit virtuell!

Bild: damiano1609, Quelle: pixelio.de

Bild: damiano1609, Quelle: pixelio.de

Na ja, nicht in jedem Punkt:

Hiermit gelobe ich feierlich: Bevor ich Journalist werde, spiel’ ich lieber Gitarre im Puff.

Mein Plan B sähe anders aus. ;-)

Und allen Unken, Jammerern, Spöttern und Krisenverängstigten antworte ich schlicht: W.I.T. (= Weiter im Text)! Denn jetzt wende ich mich wieder der Tätigkeit zu, die ich liebe und die mich gut ernährt (falls jemand noch besorgt um mich und meinen Lebensunterhalt sein sollte).