Zwei Dinge habe ich während meines Aufenthalts auf Sizilien gelernt – Moment, nein, stopp, so will ich das nicht stehenlassen: Ich weiß jetzt auch einiges über Normannenbaukunst und Pecorino, aber besonders zwei Dinge haben viel Eindruck auf mich gemacht:
1. Man sollte nicht ohne eingehende Recherche herumtönen, man würde sich Anfang April die “sizilianische Mandelblüte mal aus der Nähe anschauen” – Mandelbäume blühen nämlich schon im Februar!
2. Am Flughafen Palermo hat man eine sehr eigensinnige Auffassung vom Mülltrennen:

Nett, gelle? Vermutlich gibt es eine EU-Verordnung oder ähnliches, die vorschreibt, Mülleimerabdeckungen an öffentlichen Plätzen müssten die Gelegenheit zum Trennen des Unrats geben. Vielleicht hat selbige Verordnung einfach vergessen, den weiteren Weg des Abfalls vorzugeben – hier jedenfalls plumpst alles in dieselbe Tonne. Diese gelassene Einstellung fand ich fast italienischer als Olivenhaine und Fahrstil.

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Diese Form der Mülltrennung ist zumindest konsequent transparent. Wo anders wird vielleicht in getrennten Behältern gesammelt und erst hinterher wieder zusammengeworfen. Da lobe ich mir doch das italienische Modell: Da weiß man wenigstens, was man hat :-)
15. April 2009 @ 19:56
Ja, das ist echt italienisch… und ehrlich.
Ich sah auf deutschen Bahnhöfen (mal im TV) wie die unterschiedlichen Beutel fein vom Reinigungspersonal alle beim Tonnen leeren zusammen gekippt wurden… :(
Die “offizielle Regel” lautet wohl nur Trennung beim Wegwerfen, nicht zum End-Entsorgen..?
Herzliche Grüße aus dem Norden,
Monika
16. April 2009 @ 20:58