Schon seit Jahren, wenn auch mit Pausen, nutze ich das kostenlose Portal One Word a Day, kurz OWAD, um mein Englisch aufzubessern. Jeden Tag bekomme ich per E-Mail eine Vokabel oder ein Idiom auf Englisch per E-Mail zugeschickt und wähle dann aus drei Möglichkeiten diejenige aus, die ich für die korrekte Übersetzung halte.
Heute habe ich ein Sprachschätzchen gelernt! Nämlich “putpocket” – das Gegenteil von “pickpocket”, dem Taschendieb.
Die Erklärung:
a person who secretly puts money people’s pockets and purses
(Randbemerkung: Fehlt da nicht ein “in”?)
Die deutsche Übersetzung:
das Gegenteil von einem Taschendieb
(Zweite Randbemerkung: Den Dativ an einer Stelle, an der ein Genitiv besser aussehen würde – der Dativ ist dem Genitiv sein Tod und so – sehen wir den Portalbetreibern selbstverständlich nach und ignorieren ihn höflich!)
Halloooohooo? Wieso haben englischsprachige Menschen einen so reizenden Begriff – und wir können ihn nicht ins Deutsche übersetzen? Heißt das, die Menschen, die in England (Nordamerika, Australien, Wales, Neuseeland …?) Geld in fremden Taschen verteilen, haben keine deutsche Entsprechung? Heißt das, dass wir spätestens dann ein Wort für diese Personen finden müssten, wenn die ersten Taschenbefüller auf deutschen Straßen unterwegs wären?
Wäre das nicht mal eine Mission? Nächstenliebe mit dem Ziel, die Sprache zu erweitern? Fühlt euch frei, Sprachliebhaber!
Übrigens: Hintergrundinformationen zu Londoner putpockets sind ebenfalls auf owad.de zu finden. Schöne Initiative!

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Ich hab mich auch gewundert heute morgen! :-) Aber die Hintergrundinfos waren mir entgangen, sehr interessant! Ich hatte nach meinem London-Besuch aber eher überraschend wenig Geld in der Tasche. Hatte sie aber auch immer schön unter Beobachtung. Soll man Handtaschen also jetzt lieber mal an öffentlichen Plätzen etwas lockerer halten?
Hier lass ich das Erlernte gleich mal einfließen:
“SMUGGLE OWAD INTO TODAY’S CONVERSATION:
I wonder if it’s technically illegal for putpockets to secretly put money people’s pockets.”
13. Oktober 2009 @ 12:32
Hintergrund, nicht Hitnergrund, menno – kann ich da noch eine Korrektur reinschmuggeln?
13. Oktober 2009 @ 12:33
Nö. Aber ich. Schon geschehen. ;-)
(Ich habe übrigens Sonntag mehrfach versucht, einen weiteren Parkscheiben-Kommentar in deinen Blog zu befördern, wurde aber mehrfach abgelehnt. Ist zwar wieder mal off-topic, aber irgendwo muss ich mich ja mal beschweren. ;-))
13. Oktober 2009 @ 12:35
Kennt irgendwer so einen “putpocket”? Könnte der vielleicht mal bei mir vorbekommen. Ich verstgehe schon, warum wir kein deutsches Wort haben: Taschenstecker würde irgendwie blöd klingen, oder. Erinnert an Taschenrutscher, und das ist ja nun etwas ganz anderes!
13. Oktober 2009 @ 12:41
Och Daniela, wir fänden schon was Angemessenes: Taschenengel, Taschenfreund, Taschenfüller, Taschenschenker – oder mein Favorit:
Taschenlieb.
;-)
13. Oktober 2009 @ 12:44
Beschwerde angekommen – keine Ahnung, was die Deluxe-Diva da wohl geritten hat … Waren da 23 Pornolinks in deinem Kommentar drin? ;-) Sorry, auch off-topic, aber das Reinschmuggeln des Themas passt ja irgendwie auch wieder.
13. Oktober 2009 @ 13:27