Total zerrissen bin ich! Richtiger Zwiespalt, aber wirklich.
Aus gutem Grund habe ich mich sehr gefreut, als meine Kollegin Ines Balcik mich fragte, ob ich mich für ihren Schreibwettbewerb “Jetzt schreiben wir!” für Kinder und Jugendliche mit zur Jury gesellen wolle. Ich war felsenfest überzeugt, dass ich tolle, kreative, spannende, lustige, überraschende Texte lesen würde. Und ich sag das nicht ungern: Ich hatte recht! Großes Überglück also über meine Rolle als Jurymitglied.
Und jetzt kommt das Aber: Es ist grausam, schrecklich, herzzerreißend, aus einer Fülle toller Texte, in denen Träume, Fantasien und Vorstellungen auf zauberhafte Weise verarbeitet werden, eine Auswahl zu treffen. Ich war ja von Anfang an dafür, einfach alle gewinnen zu lassen – meine Mit-Jurorinnen und -Juroren auch, aber irgendwie hätte das dem Wettbewerbsgedanken so wenig entsprochen wie Reise nach Jerusalem mit ausreichend Stühlen. Auf kandil.de sind die gekürten Nachwuchs-Autorinnen und -Autoren seit heute veröffentlicht, und ehrlich wahr: Nach getaner Wertungsarbeit schwanke ich zwischen “Jederzeit gerne wieder” und “Es war schrecklich schwer, ich weiß nicht, ob ich das noch mal könnte”.
Beeindruckt haben mich die Beiträge jedenfalls. Noch sehr viele mehr, als schließlich gewonnen haben! Die 35 besten Texte werden übrigens in einem Buch veröffentlicht – ich sag Bescheid, wenn es so weit ist, und vermelde die Kaufempfehlung dann auf allen Kanälen.

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Ui! Das war aber bestimmt gaaaanz viel zu lesen. Für dieses Durchhaltevermögen und die Selbstdisziplin nicht einfach nur die erste und letzte Seite zu lesen, bewundere ich dich sehr.
25. März 2010 @ 07:34
Da bestand keine Gefahr. Es hat wirklich Spaß gemacht; waren tolle Texte dabei! Übrigens: Nicht-Programmierer tun das sowieso manchmal, dieses Lesen. Tut gar nicht weh. ;-)
(Entschuldigung an alle lesenden Programmierer – ihr seid ncht mitgemeint.)
25. März 2010 @ 11:26
In solchen Situationen muss man den Dieter Bohlen in sich raus lassen ;-)
25. März 2010 @ 11:35
Andreas, mit genau diesen Worten haben wir einander angetrieben, woher weißt du … ? ;-)
25. März 2010 @ 11:36
Liebe Julia,
so gehts uns auch mit den Bücherjägern im Thalia-Magazin: jedes Quartal packt es nur ein Text von drei Dutzenden ….
Herzlich grüßt, gern behilflich mit dem Buch MS
25. März 2010 @ 11:41
Danke schön für das Angebot – ich denke, darauf kommen wir ggf zurück … ;-)
Lieben Gruß nach Berlin!
25. März 2010 @ 11:53