Wenn man sich nach einem schönen Abend mit einem guten Freund selbst die Laune verdirbt, indem man auf dem Autobahnparkplatz zu doof ist, die Handbremse zu ziehen, obwohl der Stellplatz abschüssig ist und vor einem ein Mercedes steht, dann kann man die Schuld schwerlich auf jemand anders schieben, nicht mal aufs Karma. Immerhin waren die Unfallgegner ausgesprochen sympathisch (die Fahrerin nett genug, mein Führerscheinfoto als “hübsch” zu bezeichnen, obwohl ich sie mit meinem Rumms aus dem Schlaf getollpatscht hab) und selbst die Polizisten mitfühlende Genossen. (“Wissen Sie was? Mir ist genau dasselbe auch schon mal passiert!” “Herr Kommissar, darf ich Sie für diesen netten Trost gegebenenfalls heiraten?”) Der Mann meines Herzens, Besitzer des von mir fahrlässig rollen gelassenen Autos und nun auch stolzer Eigentümer einer neuen Beule, blieb gleichfalls ausgeglichen und wie immer mein Fels in der Brandung, weswegen ich ihn jedem netten Kommissar vorziehe, auf immer.
Wenn nun aber der besuchte gute Freund am Folgemorgen sein eigenes Auto mit eingeschlagener Seitenscheibe auffindet, dann sind ja wohl ausreichend Gründe gegeben, ausnahmsweise mal kräftig aufs Schicksal zu fluchen, oder?
Das erste Maiwochenende – also known as “Tage, an denen mein Bekanntenkreis mehr Ruhrpott-Verkehrspolizisten kennenlernte als erwünscht”.
Seufz.

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Oh Mann. :(
5. Mai 2010 @ 15:24