Ich mag ja dieses Provinzstadt-Bashing nicht, also verallgemeinerndes Gegiggel über strukturschwache Gegenden und die dortigen Marotten. Mache ich deshalb nie bis selten. Ich zähle nur auf, was mir in letzter Zeit auffiel. Und zwar in meiner eigenen strukturschwachen Wahlheimat.
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Eine ansässige Ausstellung mit dem vielversprechenden Namen “Goya meets Rubens” bringt eine bewegende Erkenntnis zutage: Beide Künstler porträtierten sich selbst mit Hut auf dem Kopf. (Darauf wurde während der Führung explizit und mehrmals hingewiesen. Und die Parallele ließ sich sogar in Augenschein nehmen. Uh.)
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Die ansässige Stadtbibliothek sortiert ihren Filmbestand weder alphabetisch noch thematisch, sondern gar nicht.
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Auch nach 10 Monaten intensiver Bemühungen und Kontaktaufnahme mit vier verschiedenen Installateuren ist es unmöglich, eine Duschkabine so einbauen zu lassen, dass kein Wasser mehr aus der Wanne tritt: Drei Handwerker haben keine Lust auf den Auftrag und melden sich nach dem Kostenvoranschlag nie wieder, der vierte montiert sie falsch.
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Aus dem Småland des Siegener IKEA wollen Kinder abgeholt werden, die Jochen-Kai heißen.
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Ohne Wertung! Ich hab’s nur aufgezählt!

Posts
Ich zähle nur auf, was mir in letzter Zeit auffiel: Die Schlagzahl deiner Blogbeiträge hat sich seit deinem Twitterausstieg kräftig erhöht. Mit Wertung! Find ich gut. Da hab ich auch was davon. :-)
30. Juli 2010 @ 08:28
Twitterausstieg? Krieg ich ja gar nicht mit … Und komm trotzdem selbst kaum zur Bloggerei.
Ich überlege grad, ob ich hier strukturschwach wohne. Und ob ich einen Sohn Manfred-Kevin nennen würde.
30. Juli 2010 @ 09:58
Ist ein Ort mit einem IKEA wirklich strukturschwach?
30. Juli 2010 @ 13:09
@Elke: Irgendwo müssen die Gedankenrosinen ja hin. :-)
@Tina: Mein All-time-favourite bleibt auf immer “Udo-Schalom”. Diesen Neugeborenen gab es aber im Stuttgarter Raum, nicht in Siegen.
@Andreas: Ich fürchte, ja. Köttbullar allein machen noch keine Struktur. :-)
31. Juli 2010 @ 08:03
Das ist ein Zeichen!!! Ich warte darauf, dass nach der Überstrapazierung der alten deutschen Namen die Kinder wieder Jochen heißen. Oder Hans-Joachim, Günther, Gisela, Brigitte. Das kommt wieder. By By Schantall-Schoy, Scheremi-Marvin und Schäsen-Li.
3. August 2010 @ 10:22
Vor vielen Jahren, während des Referendariats, fragte ich in der Kantine des Siegener Amtsgerichts: “Was ist denn heute das vegetarische Gericht?”
Der freundliche Herr hinter der Theke schaut mich an und knurrt: “Naja, das Lachsfilet und das Putensteak.”
Außerdem gibt es im Siegerland Gegenden, da dürfen Frauen nicht alleine in die Kneipe- :-)
1. September 2010 @ 17:46
Welche Kneipe ist das, Alexandra? Da will ich mal hin!
2. September 2010 @ 08:19
Vielleicht gehst Du einfach mal in Wilnsdorf, Burbach oder so abends allein in den “Marktkrug” (Name ausgedacht). Oder, halt, ich komme mit, wenn ich mal wieder in der Gegend bin und dann bestellen wir einen schönen Mojito. ;-)
2. September 2010 @ 09:03
Mojito im Marktkrug – klingt nach einem interessanten Experiment. Vielleicht erst mal ein Pils und nen Kurzen, um die nicht mit allzu viel zu überfordern – Frauen UND Getränke mit Namen, die man dort noch niemals gehört hatte? ;-)
2. September 2010 @ 09:15
Ach, man muss die Einheimischen “challengen”. Ich hätte dann gerne irgendwas mit Tofu oder Seitan zu meinem Mojito. ;-)
2. September 2010 @ 09:28