Zwei Tage Twitterlosigkeit. Faszinierend zu beobachten, wie oft ich Gedanken – ohne es bewusst zu tun – auf ein Maximum von 140 Zeichen schrumpfe. Und faszinierend auch, wie oft meine Hand wie fremdgesteuert zum Browser surfen will, um den Twitter-Tab zu öffnen und die Gedankenrosine dort zu hinterlegen. Und gleichfalls faszinierend, wie enttäuscht ich bin, wenn mir kein Platz mehr einfällt, wo ich meine Denkbruchstücke nun ablegen kann.

Andere sind neuerdings über frische Gossip-Meldungen schneller informiert als ich. Das irritiert mich.

Fördert Twitterlosigkeit die Konzentration? Hab ich noch nicht bemerkt. Aber um Langzeitauswirkungen zu beobachten,  ist es ja auch noch zu früh. Glaube ich.

Heute ist übrigens ein Tag der Marke “Ach herrje”. (Tschuldigung, solche Bemerkungen gehören hier eigentlich nicht hin, wusste aber grad nicht, wo sonst abladen.)