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	<title>Textsektor-Blog &#187; Anekdote</title>
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		<title>If you have any questions, please don&#8217;t ask!</title>
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		<pubDate>Thu, 28 Oct 2010 09:38:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ungelogen.]]></category>
		<category><![CDATA[Anekdote]]></category>
		<category><![CDATA[Kundenbindung]]></category>

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		<description><![CDATA[Ist mir neulich in Eile passiert: Ich schrieb einem Kunden in den USA eine E-Mail, während ich furchtbar gedankenversunken war. Und hab vergessen, die E-Mail noch mal zu lesen, bevor ich sie abgeschickt habe. Klar sollte dort stehen: &#8220;If you have any questions, please don&#8217;t hesitate to ask.&#8221; Leider sind mir ein paar (wesentliche) Wörter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ist mir neulich in Eile passiert: Ich schrieb einem Kunden in den USA eine E-Mail, während ich furchtbar gedankenversunken war. Und hab vergessen, die E-Mail noch mal zu lesen, bevor ich sie abgeschickt habe. Klar sollte dort stehen: &#8220;If you have any questions, please <strong>don&#8217;t hesitate to</strong> ask.&#8221; Leider sind mir ein paar (wesentliche) Wörter durchgerutscht. (Der Kunde hat mein &#8220;Please don&#8217;t ask!&#8221; aber mit Humor genommen. Man kennt sich ja. Und ich bin ja meist ganz lieb &#8230;)</p>
<p>Hat mich jedenfalls zur Überlegung angeregt, meine Corporate Identity mal zu überarbeiten. Was Handke mit seiner &#8220;Publikumsbeschimpfung&#8221; hinbekommen hat, schaffe ich vielleicht durch Kundenentnabelungs- statt -bindungsmaßnahmen? Ich teste aber lieber erst mal weiter an Kontakten, die mich schon ganz gut kennen. (Vorerst.)</p>
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		<title>Der Besuch der alten Dame</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Oct 2010 17:27:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ungelogen.]]></category>
		<category><![CDATA[Anekdote]]></category>

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		<description><![CDATA[Tante U. ist in der Stadt. Ich habe den Auftrag, sie an ihrem Abreisetag um 17.30 Uhr abzuholen und zum Bahnhof zu fahren. Geschätzter Zeitaufwand, inklusive aller Ampeln auf der Strecke, unvorhersehbaren Zwischenfällen im ruhigen sonntäglichen Straßenverkehr und Alter-Damen-Gang bis zum Gleis: 7,5 Minuten. Abfahrt des Zuges: 18.02 Uhr. Ich komme um 17.34 Uhr an. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Tante U. ist in der Stadt. Ich habe den Auftrag, sie an ihrem Abreisetag um 17.30 Uhr abzuholen und zum Bahnhof zu fahren. Geschätzter Zeitaufwand, inklusive aller Ampeln auf der Strecke, unvorhersehbaren Zwischenfällen im ruhigen sonntäglichen Straßenverkehr und Alter-Damen-Gang bis zum Gleis: 7,5 Minuten. Abfahrt des Zuges: 18.02 Uhr. Ich komme um 17.34 Uhr an. Und treffe eine aufgelöste Tante, längst abfahrbereit im Mantel und mit ihrer Tasche in der weißverkrampften Hand: &#8220;Ich habe schon geglaubt, du hättest mich vergessen!&#8221; &#8220;Wollen wir uns noch mal ein bisschen setzen, Tante U.? Du bist ja viel zu früh dran. Dann stehst du so lange am Gleis &#8230;&#8221; In ihrem entsetzen Blick der stumme Aufschrei: &#8220;Dieses Kind bringt mich noch ins Grab!&#8221; Sofortiger Aufbruch. Ankunft am Gleis: 17.43 Uhr. &#8220;Siehst du&#8221;, sagt Tante U., &#8220;ist doch noch ganz schön knapp geworden!&#8221; Ich tue das einzig Richtige in dieser Situation: Ich senke beschämt und mit angemessenem Schuldbewusstsein die Augen.</p>
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		<title>Ängste</title>
		<link>http://www.textsektor.de/blog/2010/08/angste/</link>
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		<pubDate>Sun, 22 Aug 2010 07:54:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ungelogen.]]></category>
		<category><![CDATA[Anekdote]]></category>
		<category><![CDATA[NEON]]></category>
		<category><![CDATA[Supermarkt]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Supermarkt an der Kasse: Vor mir eine Gruppe Jugendlicher, die ein alkoholisches Mixgetränk erstehen wollen, das Hochprozentiges enthält. Die Kassiererin lässt sich Ausweise zeigen, bleibt aber unsicher, ob sie den Kids die Ware verkaufen darf, und ruft den Filialleiter an: &#8220;Hier möchte jemand einen wodkahaltigen Alkopop kaufen. Der ist aber erst 16. Ist der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Supermarkt an der Kasse: Vor mir eine Gruppe Jugendlicher, die ein alkoholisches Mixgetränk erstehen wollen, das Hochprozentiges enthält. Die Kassiererin lässt sich Ausweise zeigen, bleibt aber unsicher, ob sie den Kids die Ware verkaufen darf, und ruft den Filialleiter an: &#8220;Hier möchte jemand einen wodkahaltigen Alkopop kaufen. Der ist aber erst 16. Ist der nicht zu jung dafür?&#8221;</p>
<p>Mit einem Mal überläuft es mich kalt und ich blicke ängstlich in meinen eigenen Einkaufswagen. Mit Angstschweiß auf der Stirn stelle ich mir vor, wie die Kassiererin noch einmal ihren Vorgesetzten anrufen muss und ihn skeptisch fragt: &#8220;Hier möchte jemand eine NEON kaufen. Die Kundin gehört aber nicht mehr zur Zielgruppe &#8216;Studenten und Berufseinsteiger&#8217;, das sehe ich doch. Ist die nicht zu alt dafür?&#8221;</p>
<p>Ich hab schon ein panisches &#8220;Das ist für meine kleine Schwester!&#8221; auf den Lippen, als ich kommentarlos abgefertigt werde. Grade noch mal gut gegangen!</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Bekenntnisgezwitscher</title>
		<link>http://www.textsektor.de/blog/2009/05/bekenntnisgezwitscher/</link>
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		<pubDate>Thu, 14 May 2009 13:20:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ungelogen.]]></category>
		<category><![CDATA[Anekdote]]></category>
		<category><![CDATA[Bahnfahren]]></category>
		<category><![CDATA[Bekenntnisse]]></category>
		<category><![CDATA[IC]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>

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		<description><![CDATA[Twitter ist schon ein gar merkwürdig&#8217; Ding: Hopplahopp schaffen es die Follower, einem die bestgehüteten Geheimnisse aus der Nase zu ziehen &#8211; in Fortsetzungstweets à 140 Zeichen. So kann es aussehen, ein Bekenntnisgezwitscher: [Anm.: (Meine) Tweets sind nicht immer orthografisch korrekt: Um das passendste Wort in die 140 erlaubten Zeichen zu quetschen, müssen hier und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://twitter.com" target="_blank">Twitter</a> ist schon ein gar merkwürdig&#8217; Ding: Hopplahopp schaffen es die Follower, einem die bestgehüteten Geheimnisse aus der Nase zu ziehen &#8211; in Fortsetzungstweets à 140 Zeichen.</p>
<p>So kann es aussehen, ein Bekenntnisgezwitscher:</p>
<p><em><strong>[Anm.: (Meine) Tweets sind nicht immer orthografisch korrekt: Um das passendste Wort in die 140 erlaubten Zeichen zu quetschen</strong><strong>, müssen hier und da schon mal Buchstaben und Leerzeichen dran glauben. Die Fehler beweisen damit die Authentizität der Beiträge. ;-)]<br />
</strong></em></p>
<p><span class="status-body"><span class="entry-content">@<a href="http://twitter.com/iForia">iForia</a> Hm. Okay, bin in Bekennerstimmung. Wird wohl ein Fortsetzungs-Tweet. Also: War Bahnpendlerin. Langer Arbeitstag. War müde.Feierabend</span><span class="meta entry-meta"><a class="entry-date" rel="bookmark" href="http://twitter.com/claire_grube/status/1787945343"><span class="published"><br />
<em>ungefähr 9 Stunden ago</em></span></a><em> <span>from web</span> <a href="http://twitter.com/iForia/status/1787904358">in reply to iForia</a></em></span></span></p>
<p><span class="actions"> </span><span class="status-body"><span class="entry-content">Will in FFM aufbrechen, laufe durch den gesamten IC auf der Suche nach einem Sitzplatz. Will ins letzte Abteil, kriege aber die Tür nicht&#8230;</span><span class="meta entry-meta"><a class="entry-date" rel="bookmark" href="http://twitter.com/claire_grube/status/1787954558"><span class="published"><br />
<em>ungefähr 9 Stunden ago</em></span></a><em> <span>from web</span></em></span></span></p>
<p><span class="actions"> </span><span class="status-body"><span class="entry-content">&#8230;auf. Hydraulik kaputt! Ich bin genervt, weil ich durch die Glastür einen freien Platz sehe. Ziehe einmal am Türöffner und ein zweites Mal</span><span class="meta entry-meta"><a class="entry-date" rel="bookmark" href="http://twitter.com/claire_grube/status/1787965016"><span class="published"><br />
<em>ungefähr 9 Stunden ago</em></span></a><em> <span>from web</span></em></span></span></p>
<p><span class="actions"> </span><span class="status-body"><span class="entry-content">Klappt nicht. Laufe zurück durch Zug, will aber doch nicht aufgeben, gehe zurück, ziehe wieder. Immer noch vergebens. Höre mit einem Mal &#8230;</span><span class="meta entry-meta"><a class="entry-date" rel="bookmark" href="http://twitter.com/claire_grube/status/1787974897"><span class="published"><br />
<em>ungefähr 9 Stunden ago</em></span></a><em> <span>from web</span></em></span></span></p>
<p><span class="actions"> </span><span class="status-body"><span class="entry-content">&#8230; Leute im Zielabteil lachen.Frage mich:Wieso kann ich die lachen hören bei geschlossner Tür? Das Ende lasse ich mal für Spekulation offen<br />
</span><em><span class="meta entry-meta"><a class="entry-date" rel="bookmark" href="http://twitter.com/claire_grube/status/1787986070"><span class="published">ungefähr 9 Stunden ago</span></a> <span>from web</span></span></em></span></p>
<p><em><strong>[ ... Hier folgt die Spekulation einer meiner Mitleser ...]</strong></em><span id="more-321"></span></p>
<p><span class="status-body"><span class="entry-content">@<a href="http://twitter.com/iForia">iForia</a> O nein, so komplex ist die Lösung nicht. Viel simpler: Tür ging nicht auf, weil sie die ganze Zeit auf WAR. Und ALLE waren Zeuge!<br />
</span><em><span class="meta entry-meta"><a class="entry-date" rel="bookmark" href="http://twitter.com/claire_grube/status/1788049136"><span class="published">ungefähr 9 Stunden ago</span></a> <span>from web</span> <a href="http://twitter.com/iForia/status/1788015581">in reply to iForia</a></span></em></span><br />
<span class="actions"> </span></p>
<p><span class="status-body"><span class="entry-content">@<a href="http://twitter.com/iForia">iForia</a> @<a href="http://twitter.com/akquisefachfrau">akquisefachfrau</a> Stand vor Entscheidung:fliehen oder nicht?Bin erhobenen Hauptes zum Sitzplatz, hab mich 1 Std lang angrinsen </span></span><span class="status-body"><span class="entry-content">lassen<br />
</span><em><span class="meta entry-meta"><a class="entry-date" rel="bookmark" href="http://twitter.com/claire_grube/status/1788100309"><span class="published">ungefähr 9 Stunden ago</span></a> <span>from web</span> <a href="http://twitter.com/iForia/status/1788015581">in reply to iForia</a></span></em></span></p>
<p><em><strong>[ ... Tröstende Worte - Twitter ist eben ein </strong></em>soziales <em><strong>Netzwerk! ...]</strong></em></p>
<p><span class="status-body"><span class="entry-content">@<a href="http://twitter.com/akquisefachfrau">akquisefachfrau</a> @<a href="http://twitter.com/iForia">iForia</a> @<a href="http://twitter.com/diemaschinistin">diemaschinistin</a> Mit dem guten Gefühl, euch amüsiert zu haben, verbeuge ich mich und gehe schlafen. Gute Nacht!</span><span class="meta entry-meta"><a class="entry-date" rel="bookmark" href="http://twitter.com/claire_grube/status/1788159072"><span class="published"><br />
<em>ungefähr 9 Stunden ago</em></span></a><em> <span>from web</span> <a href="http://twitter.com/akquisefachfrau/status/1788116246">in reply to akquisefachfrau</a></em></span></span></p>
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		<title>Noch eine Anekdote</title>
		<link>http://www.textsektor.de/blog/2009/05/noch-eine-anekdote/</link>
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		<pubDate>Wed, 13 May 2009 20:06:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ungelogen.]]></category>
		<category><![CDATA[Anekdote]]></category>
		<category><![CDATA[Das Leben ist kein Ponyhof]]></category>
		<category><![CDATA[Frankfurter Buchmesse]]></category>
		<category><![CDATA[Generation "Irgendwas mit Medien"]]></category>
		<category><![CDATA[Praktikanten]]></category>

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		<description><![CDATA[Meine gestrigen Arbeitsalltagsanekdoten kamen wohl ganz gut an (wie mir die sprunghaft angestiegenen Zugriffszahlen verraten). Super &#8211; denn ich habe noch mehr auf Lager! Diese Anekdote ist schon älter, aber deshalb nicht weniger schön. Ich habe sie am eigenen Leib erlebt und zwar in grauer Vorzeit, als ich noch fest-freie Mitarbeiterin einer Agentur für Buch- [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Meine <a href="http://textsektor.wordpress.com/2009/05/12/aus-dem-alltag-meiner-zunft/" target="_blank">gestrigen Arbeitsalltagsanekdoten</a> kamen wohl ganz gut an (wie mir die sprunghaft angestiegenen Zugriffszahlen verraten). Super &#8211; denn ich habe noch mehr auf Lager!</p>
<p>Diese Anekdote ist schon älter, aber deshalb nicht weniger schön. Ich habe sie am eigenen Leib erlebt und zwar in grauer Vorzeit, als ich noch fest-freie Mitarbeiterin einer <a href="http://www.schwindkommunikation.de" target="_blank">Agentur für Buch- und Kultur-PR</a> war.</p>
<p>Buchmessenzeit. Unsere Hochkampfzeit. Teil der Routinearbeit: die Aussendung einer Pressemitteilung, die alle Messetermine der von uns betreuten Autoren verlautbart.</p>
<p>Nicht lange, nachdem die Terminliste an den Journalisten-Verteiler rausgegangen ist, klingelt das Telefon. Am Apparat ist eine Sonja XY von der Redaktion einer Frauenzeitschrift.</p>
<p>Das folgende Gespräch habe ich damals, im September 2006, unter Lachtränen notiert, weil ich wusste: Eines Tages werde ich mich daran genau erinnern wollen. Hier sind meine Aufzeichnungen:<span id="more-316"></span><em></em></p>
<p><em>Anruferin (äußerst geschäftiger Ton, sehr schneller Redefluss): </em><span class="postbody">Ich brauche für die Auftaktveranstaltung der Buchmesse schnell mal ein Bild, das machen wir hier immer so, um das auch ankündigen zu können. Wir haben ja einen Veranstaltungskalender. Und jetzt brauche ich ein Bild. Ist der andere Autor eigentlich auch interessant, also der, der am zweiten Tag liest &#8230;?</span></p>
<p><em>Ich: </em>Tut mir leid, ich kann Ihnen nicht folgen.</p>
<p><em>Anruferin:</em> Aber Sie sind doch die Ansprechperson, dachte ich!</p>
<p><em>Ich:</em> Ansprechperson, hm, naja, für was genau?</p>
<p><em>Anruferin: </em>Na, für unseren Veranstaltungskalender! <em>(Nutzt meine verwirrte Denkpause, um in verschwörerischem Ton anzufügen:)</em> Den gibt&#8217;s auch online!</p>
<p><em>Ich: </em>Verstehe ich richtig, dass Sie eine der Messeveranstaltungen unserer Autoren ankündigen möchten?</p>
<p><em>Anruferin:</em> Ja! Die Auftaktveranstaltung!</p>
<p><em>Ich:</em> Die Auftaktveranstaltung der Buchmesse? Tut mir leid, mit der haben wir nichts zu tun.</p>
<p><em>Anruferin:</em> Doch! Hier steht: &#8220;Pressekontakt: Julia Dombrowski.&#8221;</p>
<p><span class="postbody"><br />
An dieser Stelle muss ich ein bisschen Hintergrundwissen einstreuen: Die Terminübersicht, die ich rausgeschickt hatte, enthielt fünf Veranstaltungen.<br />
Langsam stellte sich heraus: Meine Gesprächspartnerin hatte versucht, eins und eins zusammenzuzählen: Die Messe fand 2006 am 4., 5., 6., 7. und 8. Oktober statt, also an fünf Tagen. Fünf Veranstaltungen in fünf Tagen &#8211; ach so!  Passt! Dann veranstaltet die kleine Frankfurter PR-Agentur also die Frankfurter Buchmesse! </span></p>
<p><span class="postbody"><br />
</span><span class="postbody">Aber es wurde noch viel, viel schöner:</span></p>
<p><span class="postbody"><br />
<em>Ich: </em>Was genau ist denn Ihre Mission? <em>(Ich schwöre, ich habe es an dieser Stelle noch geschafft, das Lachen zu unterdrücken!)</em></span></p>
<p><em>Anruferin (seufzt schwer und unglücklich):</em> Ich muss Bilder sammeln für die Veranstaltungen der Buchmesse.</p>
<p><em>Ich (wirklich lieb und geduldig): </em>Unsere fünf Veranstaltungen sind aber nicht die einzigen, die während der Buchmesse stattfinden. Soweit ich weiß, gibt es  etwa 5000, und das sind nur die auf dem Messegelände.</p>
<p><em>Anruferin:</em> Oh, ich verstehe! Dann sind Sie garantiert nicht die einzige Ansprechpartnerin! Kennen Sie vielleicht die Namen der anderen?</p>
<p>(Das Gespräch endete übrigens etwa so: &#8220;Seien Sie mir nicht böse, wenn ich Sie das jetzt frage: Sind Sie Praktikantin?&#8221; Die Antwort habe ich damals nicht notiert &#8211; sie wurde, soweit mich meine Erinnerung hier nicht trübt, nur gebrummt.)</p>
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		</item>
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		<title>Aus dem Alltag meiner Zunft</title>
		<link>http://www.textsektor.de/blog/2009/05/aus-dem-alltag-meiner-zunft/</link>
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		<pubDate>Tue, 12 May 2009 08:02:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ungelogen.]]></category>
		<category><![CDATA[Anekdote]]></category>
		<category><![CDATA[Das Leben ist kein Ponyhof]]></category>
		<category><![CDATA[Korrektorat]]></category>
		<category><![CDATA[Kundengespräch]]></category>
		<category><![CDATA[Textarbeiter-Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Übersetzung]]></category>
		<category><![CDATA[Weiter im Text]]></category>

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		<description><![CDATA[Zwei wahre Textarbeiter-Storys: Aus dem Nähkästchen einer Übersetzerin Ein Privatkunde möchte einen großen Schwung Informationsunterlagen aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt haben &#8211; gut 500 Druckseiten, alle eng beschrieben. Die Kollegin sagt ihm ehrlich, dass die Arbeit bei diesem Umfang mehrere Wochen dauern und Kosten im oberen vierstelligen Bereich verursachen wird &#8211; ob er das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zwei wahre Textarbeiter-Storys:</p>
<p><strong><em>Aus dem Nähkästchen einer Übersetzerin</em></strong></p>
<p>Ein Privatkunde möchte einen großen Schwung Informationsunterlagen aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt haben &#8211; gut 500 Druckseiten, alle eng beschrieben. Die Kollegin sagt ihm ehrlich, dass die Arbeit bei diesem Umfang mehrere Wochen dauern und Kosten im oberen vierstelligen Bereich verursachen wird &#8211; ob er das wirklich investieren wolle?</p>
<p>Der verdutzte Kunde fragt: &#8220;Wieso, haben Sie denn keinen Computer?&#8221;</p>
<p>Die verdutzte Kollegin erwidert: &#8220;Äääh &#8211; wie?&#8221;</p>
<p>Es stellt sich heraus, dass der Kunde felsenfest überzeugt gewesen war, dass eine Übersetzerin einen fremdsprachigen Text oben in ihren Super-Computer schiebt und die Übersetzung dann automatisch unten rauskommt. Liegt ja irgendwie nahe, oder?</p>
<p><strong><em>Aus dem Nähkästchen einer Korrektorin</em></strong></p>
<p>Diese Anekdote liebe ich heiß und innig, weil sie mir 1:1 ebenso hätte passieren können: <span id="more-305"></span>Eine Kollegin &#8211; Lektorin und Korrektorin wie ich &#8211; erhält ein Fax ihres Stammkunden. Sie verfährt damit wie üblich, korrigiert es durch und faxt es zurück. Eine Minute später klingelt ihr Telefon, dran ist ein ziemlich verunsicherter Kunde. Tja, er habe die korrigierte Einladung zur Weihnachtsfeier ja nun erhalten &#8211; ob sie denn trotzdem kommen wolle, obwohl er versehentlich so viele Fehler eingebaut habe &#8230;?</p>
<p>So kann es uns passieren, uns Korrektorinnen: Im Eifer des Gefechts geht uns Form manchmal vor Inhalt. Die arme Kollegin hatte schlicht nicht kapiert, dass sie keinen Auftrag erhalten hatte, sondern herzlich eingeladen worden war. Und das erinnert mich sehr an mich selbst, wenn ich in Eile die Anhänge eingehender E-Mails nicht öffne, sondern direkt zurückfrage &#8220;Bis wann brauchen Sie die Korrekturen denn?&#8221; &#8211; und Kunden dann erwidern &#8220;Keep cool, ich habe Ihnen nur Fotos meines letztes Urlaubs geschickt.&#8221;</p>
<p>Das Leben einer Korrektorin ist eben kein Ponyhof!<br />
Und nun: W.I.T.</p>
]]></content:encoded>
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